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Von Sky-Bars und anderen Mysterien . . .
Depesche 22 - Nach Rangoon - 2016 So sind wir zurück in Rangoon. In der Metropole. Nach hunderten von Kilometern in glänzenden Bussen, heruntergekommenen Zugabteilen und urigen motorisierten Dreirädern, über Schienen staubige Landstraßen und sandige Piste, sind wir nun zurück in der Metropole des Landes, Rangoon. Rangoon ist Rangoon, natürlich gibt es auch Mandalay und irgendwo auch noch Naypyidaw, aber Rangoon ist eben Rangoon. Am Fuße einer bombastisch architektonischen.

Ingo
22. Aug. 2017


Der Tokeh wohnt auch hier . . .
Depesche 21 - Golf von Bengalen - 2016 In den frühen Morgenstunden weckt mich der Klang der Wellen, die sich geräuschvoll auf dem schmalen Sandstreifen vor unserer Hütte brechen. Der schleierartige Regen, die böigen Winde und die schwüle Hitze des Vortages sind einer gemäßigteren Darbietung der Natur gewichen. Noch mit geschlossenen Augen kann ich das sanfte Rascheln der mächtigen Palmblätter hören, die in der leichten Meeresbrise zaghaft aneinander reiben. Das entfernte Gack

Ingo
21. Aug. 2017


Die Stadt fällt ins Wasser . . .
Depesche 20 - Pathein - 2016 Früh morgens, bei strahlendem Sonnenschein, steigen wir in einen kleinen Überlandbus, der uns zum bustechnischen Knotenpunkt von Rangoon bringen soll - gemäß Mrs. Grace Beschreibungen auf einem Luftpostbriefumschlag. Der Bus ist leer, bis auf den Fahrer, den blutjungen Ticketverkäufer und uns Bleichgesichtern. In Bagos Stadtzentrum geht es zivilisiert zu, na ja, was man unter asiatischer Verkehrszivilisation so versteht. Hunderte von verschiedenen

Ingo
20. Aug. 2017


Pagoden, Pagoden, Pagoden . . .
Depesche 19 - Bago - 2016 Leise klingen die kleinen und großen Glöckchen im frühmorgendlichen Wind. Die unterschiedliche Größe erzeugt eine seltsame, ja fast getragene, unrhythmische Symphonie heller und dunkler Klänge, die uns mantrisch beim Umrunden der vier großen Buddhafiguren der Kyaik Pun Pagode begleiten. Zu dieser frühen Stunde ist es hier menschenleer, was uns die Gelegenheit bietet, diesen Besuch so richtig zu genießen. Kyaik heißt in der Sprache der Mon Buddha und

Ingo
19. Aug. 2017


Herr sHan und die Schwarzwälder-Kirschtorte . . .
Depesche 18 - Nach Bago - 2016 Es ist Sonntag und es läuft Buddha TV! Wir hocken im Frühstücksraum des OK Hotels und es läuft Buddha TV! Nun gut - es ist Sonntag und da werden bei uns ja auch Gottesdienste übertragen, aber hier passiert nix. Drei Typen hocken hinter einem blumengeschmückten ästhetisch fragwürdig gemusterten Tischdeckchen und murmeln die ganze Zeit, ziemlich regungslos, sodass man sich nicht sicher ist, ob nicht immer einer eingenickt ist. Man kann ihnen nicht

Ingo
18. Aug. 2017


Aber nu´ die Prinzessinnenstory . . .
Depesche 17 - Mawlamyine - 2016 Regen, nur Regen! Immer noch. Wir sitzen wieder einmal im Restaurant des OK-Hotels und schauen auf den grauen Vorhang der Regenschleier, die vom Flussdelta herauf und über die Stadt herziehen. Leichter, schwüler Wind treibt Fetzen schwerer Regenwolken durch die Gassen zwischen Markthalle und Riverfront. In der Ferne, inmitten der graubraunen Schleier kündigt ein kleiner weißer Punkt die Ankunft der Fähre von Shampoo Island an. Eigentlich heißt

Ingo
17. Aug. 2017


Auf Shampoo Island waschen Prinzessinnen . . .
Depesche 16 - Nach Mawlamyine - 2016 Regen, nur Regen - wir stehen unter dem offenen Wellblechdach des Bahnhofs von Kipun und warten auf den Zug nach Mawlamyine, was ungefähr wie „Molmie“ ausgesprochen wird. Heute haben sich die Schleusen geöffnet und der Monsoon fegt mit heftiger Stärke über die Region. Nicht, dass es erfrischend wäre, nein, der Regen ist natürlich piwarm und es schüttet förmlich wie aus Kübeln. Vermutlich wird sich heute das Wetter nicht ändern mutmaße ich

Ingo
16. Aug. 2017


Wer fliest, hat kein Weltkulturerbe . . .
Depesche 15 - Der Goldene Felsen - 2016 „Life-Insurance not included“, lese ich da. Life-Insurance, wieso Life-Insurance? Hmmm, Anni schaut mich mit hochgezogenen Augenbrauen an, denn sie hat den Hinweis auf der Preistabelle auch gelesen. Äh, wofür genau würde man da jetzt eine Lebensversicherung brauchen, die dann netterweise wenigstens im Eintrittspreis inbegriffen ist? Fragen über Fragen des Orients ... Wir sitzen, eingepfercht mit etwa 40 anderen burmesischen Pilgern,

Ingo
15. Aug. 2017


Von Einbeinpaddlern, Spinnern und Zigarren . . .
Depesche 14 - am Inle See - 2016 Ein typisches Longtail mit dem ebenso üblichen Einheitsmotor bringt uns durch den Kanal zum Inlesee. Es ist kurz vor Sonnenaufgang, herrlich kühl und goldenes Licht hinter den wolkenverhangenen Höhenzügen, die sich zu den Längsseiten des Sees erheben, kündet vom baldigen Sonnenaufgang. Der Kapitän ist ein untersetzter Burmese, der wieder ganz anders aussieht, als die vielen anderen ethnischen Minderheiten, deren Wege wir bisher kreuzten. Das L

Ingo
14. Aug. 2017


Über Shwenyaung nach Nyuangshwe . . .
Depesche 13 - zum Inle See - 2016 Wir stehen an einer Kreuzung. Nun gut, erst mal ist das nicht wirklich etwas Besonderes. Trotzdem sind wir verwirrt. Zu Recht, wie ich finde. In die eine Richtung geht es nach Shwenaung - aus der kommen wir - und in die andere Richtung geht es nach Nyaungshwe ... Aha, so, so?!? Überlege, was wohl ein Burmese denkt, wenn er nach Gimbte fährt und durch Etgimb kommt. Vielleicht macht sich das Bleichgesicht aber auch einfach nur zuviel Gedanken u

Ingo
13. Aug. 2017


Der öffentliche Pavillon ist jetzt privatisiert . . .
Depesche 12 - Amarapura - 2016 Plötzlich sind wir wieder im Chaos! Kaum sind unsere Taxifahrer aus dem Kreisverkehr vor dem Hauptbahnhof wieder raus und auf der Straße nach Süden, geben sie Gas - gut eine 25er Honda Spirit, die zudem auch noch mit einem stämmigen Bleichgesicht beladen ist, kommt da schon mal an ihre Hubraumgrenze. Doch bewegen wir uns einem riesigen Fischschwarm gleich umringt von tausenden Mopedfahrern durch das Verkehrsatoll Mandalays. Der Schwarm zieht in

Ingo
12. Aug. 2017


Der Mönch mit dem Smartphone nervt . . .
Depesche 11 - nach Mandalay - 2016 Es ist windstill, die feuchte Schwüle der Regenzeit liegt lastend über dem Taungthaman-See, dessen Wasser ein leises Plätschern erzeugt. Wir schlendern über die U-Bein-Brücke von Amarapura. Tja, lieber Leser, was soll ich sagen, das Ding heißt wirklich so - U-Bein-Brücke, nach dem Auftraggeber, der Bürgermeister U-Bein, der um 1850 den Bau der Brücke beauftragte. Die Brücke überspannt den Taugthaman-See, der, je nach Jahreszeit, Hoch- oder N

Ingo
11. Aug. 2017


Von Dreirädern und fiesen Läppchen . . .
Depesche 10 - Bagan - Pyin U Lwin - 2016 Das aufälligste an der großen Kreuzung von Pyin U Lwin ist der Bell Tower, stolzes Symbol britischer Kolonialzeiten. In Stein gemauerte abendländische Lebenskultur, dessen Uhr verdächtig dem Ziffernblatt des Big Ben ähnelt, ragt er über die verkehrsreiche Kreuzung empor, die sogar mit Ampeln versehen ist. Der Verkehr ist gemischt, asiatisches Durcheinander mit britischem Formalismus. So jagen kleine Zweiräder hektisch knatternd von ein

Ingo
10. Aug. 2017


Mehr Götter, Gräber und Gelehrte geht nicht . . .
Depesche 09 - Bagan - Tag 4 - 2016 Bei Sonnenaufgang gleiten wir, getrieben vom Wind des frühen Morgens durch kleine menschenleere Ruinenansammlungen, die sich eher so am Rand des Tempelbezirks befinden. Hier gibt es in unmittelbarer Nähe zur spirituellen Zone Bagans kleine Höfe mit Nutzvieh, und die dazu gehörigen landwirtschaftlichen Ackerflächen liegen eng verteilt zwischen großen und kleinen Tempel- anlagen. Beide Pole der burmesischen Gesellschaftsstruktur stoßen hier ni

Ingo
9. Aug. 2017


Götter, Gräber und Gelehrte . . .
Depesche 07 - Bagan - Tag 2 - 2016 05:30Uhr Ortszeit, Bagan. Alles schläft! Alle! Alle außer uns und Nr. 5. In dieser erfrischenden Morgenstunde, die schön kühl aber auch stockfinster ist, machen wir uns auf leisen Elektrosohlen auf den Weg zum Sonnenaufgang. Die Nachtbeleuchtung des Htilominlo-Tempel ist noch ausgeschaltet und der rote Sandstrahl bildet vor dem Hintergrund der bläulichen Morgendämmerung einen tollen Kontrast. Nach dem Studium der Tempelkarte haben wir uns en

Ingo
7. Aug. 2017


Tempel, Tempel & nochmals Tempel . . .
Depesche 06 - Bagan - 2016 Wir sind jetzt drei Tage hier und haben die unglaublichsten Dinge gesehen! Nach 1200 Fotos aller möglichen Tempelarten habe ich das Fotografieren aufgegeben ... - nein wirklich! Angeblich gibt es hier - oder besser formuliert gab es hier mal 13000 Tempel! Stattlich, jawohl - die burmesische Baubranche muss um 800 n. Chr. geblüht haben. Na ja, vielleicht gibt es unter den ehemals 13000 von der offiziellen Statistik veranschlagten Tempeln etliche klei

Ingo
6. Aug. 2017


Da war mal eine Bremse . . .
Depesche 05 - Pyay - Sri Ksetra - 2016 „Mingalarba und Nein, er sei nicht Pangabar - er sei nur der Manager von Pangabar´s“, so beginnt unser Morgen. Nachdem wir des Nachts von ortskundigen Englischunkundigen in zwei Minuten bei Pangabars abgeliefert wurden, habe ich wie ein Stein geschlafen, trotz der massiv femininen Blumenbettwäsche. Das Bad liegt den Flur runter und ist doppelt so groß wie unsere Sperrholzbude. Obwohl alles blitzsauber ist, bekommt man den Eindruck, dass

Ingo
5. Aug. 2017


Pangabars Air Con Lodging House . . .
Depesche 04 - Zwischenstopp Pyay - 2016 Abgekämpft setzt uns ein Taxifahrer mit seinem monumentalen Seitenwagen im Dunkeln vor unserem anvisierten Guesthouse ab. Besser gesagt, wir vermuten, dass es sich um unser Guesthouse handelt. Die gesamte Straße ist in so tiefer Finsternis versunken, dass dagegen sogar ein schwarzes Loch in irgendeiner Galaxy hell wirkt. Er wendet und wenige Sekunden danach hat ihn die tiefe verschlafene burmesische Nacht verschluckt, sein Rücklicht sow

Ingo
4. Aug. 2017


Royal Burmese Railway nach medizinischer Art . . .
Depesche 03 - On The Road - 2016 An diese Fahrt werde ich mich noch lange erinnern, denn einer Zeitreise gleich, könnte der Kontrast zwischen Rangoon, den einsamen Landstrichen und dem beschaulich-wuseligen Pyay nicht größer sein. Die eigentlich modern erscheinenden blau grünen Waggons werden von einer rostbedeckten geschwärzte Diesellok angezogen und bald kriecht der Zug wie ein langsamer krabbelnder Tausendfüßsler schnaufend durch die mittleren und äußeren Stadtzentren v

Ingo
3. Aug. 2017


Alle Züge fahren nach Mandalay . . .
Depesche 02 - nach Pyay - 2016 Es ist 6 Uhr, jawohl und wir stehen an erster Stelle am Ticketschalter. Das ist in Asien nun wirklich gar nicht normal und schon gar nicht für ein reisewilliges Bleichgesicht. Geschafft, ohne das übliche, für das Bleichgesicht entwürdigende, asiatische Gedränge. Der geneigte Leser darf sich jetzt keine falsche Vorstellung von einem alltäglichen, ja nahezu normalen asiatischen Gedränge machen. In erster Linie exisitert die vornehme europäische Ko

Ingo
2. Aug. 2017
South by Southwest . . . 22° 47 ′North - 5° 31 ′East
Depeschen
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