top of page

Weites LAnd . . .

  • Autorenbild: Ingo
    Ingo
  • vor 2 Tagen
  • 10 Min. Lesezeit

Depesche 07 - 28. Juli 2026

Von Zhongba nach Darchen

4575 Meter über NN




Und dann springt Kunchok aus dem Bulli und läuft in die Prärie. "Da liegt er", ruft er aufgeregt. Also ein Achttausender. Der Berg wird Cho Oyuo oder auch Quwowuyag genannt. Aha, so so. Ehrlich, von dem hatte ich noch nie was gehört. Nun gut, da stehen wir Bleichgesichter in der Steppe und starren auf den sechsthöchsten Berg der Erde. 8.188 Meter hoch, gut 20 Kilomter von Mount Everest und Lhotse entfernt. Was soll ich sagen lieber Leser, die Wolken spielen in den vergangenen Tagen ein bisschen Theater mit uns. Man juckelt gemütlich durch die Lande, immer schön durch die Ebene, die im Süden vom Hohen Himalaya begrenzt wird und an der nördlichen Flanke vom Transhimalaya, und man kann in die tiefliegenden Wolkenmeeren die hohen Berge nur erahnen. Zerklüftete Schnnee- und Eisfelder künden häufig von Sieben- und Achttausendern, deren Spitzen von den Monsoonwolken verhüllt werden. Man ahnt mehr, dass sich dort noch Millionen Tonnen von Gestein auftürmen, als dass man es sehen könnte. Und wenn dann der Moment kommt, an dem die Wolkendecke aufreist, das stockt einem natürlich der Atem.



Als wir gestern das Everest Base Camp verlassen, ist mein Kopf so voller Gedanken, dass diese Fahrt durch die Weite Tibets für mich wie gerufen kommt. Eigentlich war so viel visueller und geistiger Input in der vergangenen Woche, vom permanenten Sauerstoffmangel ganz zu schweigen, dass mein Gehirn einmal mehr Leere benötigt. Zunächst geht es Richtung Tingri. Dazu fahren wir überland, abseits der größeren Straßen. "Was für eine Motorradstrecke", denke ich so tief in meinem Inneren. Aber Motorradfahren in Tibet ist so eine Sache . . . . In gewundenen Kruven schlängelt sich die kleine Landstraße durch die weiten Steppen Südtibets. Am Horizont sind immer Fünf- und Sechstausender zu sehen. Quasi normal hier. Manch einer würde sagen, "was für eine wüste Ödenei die Täler hier sind". Doch mich fasziniert Weite schon immer, mein ganzes Leben lang. Egal, ob es Steppe oder Wüste ist. Nun ist es für den geneigten Leser sicherlich schwer vorstellbar, das das Nichts nichts ist, sondern sehr viel. Ob meine bescheidenen Fotokünste das einfangen, was mich während unserer Fahrt so fesselt, wage ich zu bezweifeln, doch ich werde versuchen zu beschreiben, was diese Faszination ausmacht . . .



Menschen aus unserem Kontext haben ein merkwürdiges Verhältnis zur Weite, wie ich finde. Wir bewundern sie nahezu, solange wir sie von einem Aussichtspunkt aus betrachten können. Danach begeben wir uns zurück in unsere organisierte Welt, in der fast jeder Quadratmeter eine Bestimmung hat. Felder. Wald. Städte. Parkplatz. Vorgarten. Naturschutzgebiet. Alles ist irgendwie strukturiert, selbst unsere Landschaft. Ich erinnere mich an eine Anekdote aus meiner westfälischen Heimat. Als die Preussen im 19. Jahrhundert nach Münster kamen, fanden sie "weiße" Flecken auf der Landkarte. Also Ländereien, die offenkundig niemandem gehörten. Das ging für einen preussischen Landvermesser nicht. so gar nicht! Also musste das Land irgendwie, irgendeiner bäuerlichen Parzelle zugeordnet werden . . . Was soll ich sagen. Nun bin ich in Tibet. Quasi ist hier alles ein einziger riesiger weißer Fleck auf der Karte. Angesichts dieser Tatsache würde jeder preussische Landvermesser einen Herzanfall bekommen, soviel ist mal sicher!



Nebenstraßen führen uns durch den Süden des Landes, irgendwo zwischen dem Hohen Himalaya und den Gebirgszügen des Transhimalaya. Stundenlang. Manchmal begegnet uns kaum ein Fahrzeug. Die Straße zieht sich als dünnes graues Asphaltband durch eine weite Steppenlandschaft, die dem Auge des Betrachters offenbar keinerlei visuellen Halt anbietet. Links und rechts grasige Steppe, deren Vegetation fast ausschließlich aus grün-braunen Bodendeckern besteht. Sanfte, fast weich wirkende Hügel. Dahinter Berge. Noch mehr Berge. Und irgendwann am Horizont jene weißen Gipfel, deren Höhenangaben auf meiner Landkarte so absurd erscheinen, dass Zahlen ihren Sinn verlieren: Fünftausend, sechstausend, siebentausend, achttausend Meter.

Man sieht sie schon aus großer Entfernung, förmlich mittig aus der Ebene heraus. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass sie kaum näher kommen. Das ist eines der prägnantesten Phänomene, die ich immer bei ähnlich unendlich weiten Landschaften erlebe. Entfernungen verlieren für mich ihre vertrauten Maßstäbe. Die eisbedeckten Gipfel, die man für zwanzig Kilometer entfernt hält, stehen vielleicht hundert Kilometer weit weg, wer weiß das schon? Ein Dorf scheint gleich hinter der nächsten Bodenwelle zu liegen, und eine Stunde später scheinen wir immer noch darauf zu zufahren. Besonders hier zwischen den hohen Bergwelten scheint sich mein Auge nicht gut mit den Dimensionen arangieren zu können. Meine sonst so gut ausgeprägten Orientierungs- und Entfernungssinne, scheinen sich hier oftmals zu irren. Vielleicht irrt aber auch mein Kopf. Weite ist mehr als Entfernung.



Je länger wir fahren, desto stärker habe ich das Gefühl, dass die vorbeiziehende Landschaft mich in eine geistige Weite versetzt. Die Landschaft scheint zu schweigen. Gefühlt ist es dieses Schweigen, was mich beschäftigt. Da draußen ist nichts. Aber dieses Nichts empfinde ich als erstaunlich belebt. Eine Herde Yaks zieht als dunkle Punkte über einen Hang. Vor einem kleinen Dorf stehen Motorräder und Traktoren und Gebetsfahnen bewegen sich auf den Dächern und Stupas im Wind. Irgendwo sind Nomaden mit ihrenZelten und Tieren unterwegs. Ein tibetische Wildesel, ein Kiang, steht auf einer Ebene und betrachtet unseren Bulli mit dieser beneidenswerten Mischung aus Aufmerksamkeit und Gleichgültigkeit, wie nur Tiere in freier Wildbahn sie beherrschen. In der Ferne verschwinden scheue Antilopenartige im Braun der Landschaft. Wölfe kreuzen den flachen Damm, auf dem unsere Straße gebaut





wurde. Menschen leben hier ebenfalls. Ein paar Häuser, Viehpferche, ein Kloster, ein einzelner Mensch auf einem Motorrad. Dann wieder fünfzig Kilometer scheinbare Leere. Der Begriff Leere trifft es hier nicht. Leer. Leer ist eine Definition unseres strukturierten und ökonomisch ausgerichteten Alltages. Ein leeres Glas, muss gefüllt werden. Ein leerer Platz, der bebaut werden kann. Eine leere Wand, an der noch ein Bild fehlt. Ein leerer Terminkalender, der noch Kapazitäten hat. Vermutlich sind wir gesellschaftlich so konditioniert, Leere als einen Mangel wahrzunehmen. Was soll ich sagen? In Tibet funktioniert unsere Alltagslogik nicht!



Die tibetische Steppe ist nicht leer. Sie ist nur nicht „vollgestellt“, nenne ich es mal vorsichtig. Ein gewaltiger Unterschied, wie ich finde. Wenn ich in die Tiefe dieser Weite schaue, begrenzt fast nichts meinen Blick. Alles scheint an seinem Platz zu sein. Die Berge stehen dort seit Jahrmillionen. Der Wind zieht über das Plateau. Schnee fällt, taut, friert wieder. Tiere wandern durch Täler, Flüsse suchen ihren Weg, Menschen kommen und verschwinden. Alles in allem ein ziemlich ruhiges Bild, zumindest für meinen nachdenklichen Kopf, vor allem, wenn man sich bewusst macht, dass das eigene Dasein in diesem immer wiederkehrenden Spektakel nur eine sehr kleine, vorübergehende Erscheinung ist. Ernüchternd? Nein, eher tröstlich - so empfinde ich es zumindest. Der Alltag nimmt uns immer in Beschlag, mit ungeheuer wichtigen Angelegenheiten. Termine, Pläne, Nachrichten, all das hat eine erschreckende Relevanz, die im Angesicht dieser Weite verblasst. Aber ist es tatsächlich die Weite oder doch



eher diese unerschütterliche Zeitlosigkeit, im Angesicht derer unsere vereinnahmenden Lebensfragen verblassen. Wie sagt man doch immer so schön, „die Proportionen verschieben sich, je nach Blickwinkel“. Unsere Welt fordert ununterbrochen irgendeine Positionierung. Man muss etwas leisten, darstellen, entscheiden, kommentieren, optimieren. Gefühlt leben wir häufig in Listen von zu entscheidenden oder abzuhakenden Dingen. Die eigenen Grenzen im Kopf, anders kann man es nicht formulieren. Doch "die" tibetische Weite widersetzt sich diesem Denken. Der Blick bis zum Horizont ist möglich, zumindest hier auf dem tibetischen Hochplateau. Vor einem liegen vielleicht hundert Kilometer weites Land. Dahinter eine Kette weißer Berge, und über allem ein Himmel, der so groß wirkt, dass selbst die Wolken darin verloren zu sein scheinen. Was soll ich sagen. Der geneigte Leser verzeiht mir meine prosaisch-philosophische Stimmung. Diese Gedanken an die Weite besitzen eine erstaunliche Freiheit. Keine Pläne,



keine Termine, keine Wände, keine Zeitstruktur. Das erscheint mir inzwischen als eine eher seltene Erfahrung unserer Zeit, wenn ich denn mal so ausdrücken darf. Aber dennoch erklärt nichts davon wirklich dieses eigentümliche Gefühl, wenn der Blick kilometerweit wandern darf und nirgends hängen bleibt. Für mich ist das im tiefsten Innern meiner Seele ein Hochgenuss. Gedanken, die sonst ständig gegen Wände laufen, bekommen Freiheit. Manche verlieren sich darin. Andere werden klarer. Dinge, die zu Hause kompliziert erschienen, werden plötzlich erstaunlich einfach. Nicht weil ich vielleicht eine Antwort gefunden hätte, sondern weil die Frage kleiner geworden ist. Wunder über Wunder des Orients!

     Hinter einer Kurve öffnet sich erneut ein Tal. Grasland zieht sich bis an den Horizont. Ein Fluss glänzt irgendwo zwischen den Hügeln, breit und flach strömt sein klares Wasser durch das flache Bett aus Kies und Geröll. Dann taucht wieder ein riesiger See auf. Die Wasser sind unnatürlich klar und die Wasseroberfläche ist so glatt, dass sich die weißen Wolken am Himmel darauf spiegeln. Darüber erheben sich diese unglaublichen Berge. Weiß,




unbeweglich, fern. Manchmal sehe ich minutenlang aus dem Fenster und denke überhaupt nichts. Auch das ist neu, vielleicht ist es aber auch nur eine Folge der Müdigkeit einer schlaflosen - und sauerstoffarmen - Nacht am Everest Base Camp. Vielleicht haben wir aber auch verlernt, dass unser Denken nicht immer darin bestehen muss, effektive Gedanken zu produzieren. Es kann auch bedeuten, ihnen für eine Weile beim Verschwinden zuzusehen. Ein bisschen fühlt es sich so an, als würde die Weite Tibets jetzt gerade in meinem Kopf aufräumen. Eine beinahe beschämende Gelassenheit ergreift Besitz von mir. Einen beträchtlichen Teil unseres Lebens verbringen wir damit, Spuren hinterlassen zu wollen. In dieser Landschaft verweht der Wind alles, ganze Generationen von Menschen haben hier gelebt. Nomaden haben ihre Zelte aufgeschlagen und wieder abgebaut. Hirten sind mit ihren Yaks durch diese Täler gezogen. Kinder wurden geboren, Menschen haben geliebt, gestritten, gehofft, gebetet und sind gestorben.



Was bleibt ist der Wind, die weiten Steppen und natürlich die Berge. Lieber Leser, wenn du nun glaubst, ich sein hemmungslos melancholisch, dann muss ich enttäuschen. Auf mich hat die Weite Tibets eine ungemein beruhigende Wirkung. Weite als innere Möglichkeit, denn als geografische Größe. Die Stille muss nicht gefüllt werden, nicht jeder Gedanke muss bis zum Ende durchdacht werden und nicht jeder Augenblick muss festgehalten werden. Gut letzteres wird bestimmt für den ein oder anderen Lacher sorgen, im Hinblick auf meine

Foto- und Filmschlagzahl . . .



Ob man „Weite“ wirklich beschreiben kann, weiß ich nicht. Vermutlich hab ich auch nicht im Ansatz eine vernünftige Erklärung zustande gebracht. Wahrscheinlich ist es besser, es nicht zu versuchen. Dennoch nehme ich von dieser Überlandfahrt, vom Everest Base Camp, über Zhongba nach Darchen, eine grundlegende Erkenntnis mit. Weite beginnt nicht dort, wo man sehr weit sehen kann, sondern dort, wo der Mensch aufhört, alles auszufüllen.




Der Rest ist schnell erzählt. Vom Everest nach Darchen sind es gut 900 Kilometer und wir fliegen durch die Täler. Natürlich fokussiert man sich eben sehr stark auf den Hohen Himalaya, denn dort liegen die beeindruckenden Berge. So auch der - mir bis dato unbekannte - Cho Oyuo. Ich habe festgestellt, dass man hier mit den Bergvermessungen nie so ganz hundertprozentig klar ist. Ich habe gelesen, dass der Cho Oyuo zunächst den 8. Platz in der Achttausenderreihe belegt hat, hinter dem Dhawlagiri (8.167 Meter) und dem Manaslu (8.163 Meter). 1984 hat man dann nochmal nachgemessen und kam auf 8.201 Meter. Aber bei dieser Messung hatte man sich wieder



verrechnet und korrigierte das Ergebnis dann später auf 8.155 Meter. Jawohl, nun solls wohl stimmen. Ich bin übrigens sicherlich der Letzte, der anderen einen Rechenfehler vorwirft. Was soll ich sagen, mein Mathepauker ist sicherlich an mir verzweifelt. Ambitioniert, aber leider talentfrei. Der in den dichten Wolken liegende langezogene Gipfel gilt nun als die Nr. 6 der höchsten 14 Berge der Erde. Schön, schön - ausser, dass wir nur Wolken und ein paar



Fragmente sehen. Die fließenden Wolkenformationen ziehen über die prägnante Schneekuppe hinweg, erlauben aber keinen freien Blick. Die Geschichten um die Besteigungen des Cho Oyuo sind ziemlich wirr. Verbrieft sind die Erstbesteigung 1954, eine Besteigung 1958 und eine 1964. Die Besteigung 1964 ist aber nicht bewiesen, wenn ich meinem Lesestoff glauben darf. Irgendwas mit der Beweisführung des Gipfelerklimmens scheint nicht korrekt gewesen zu sein. Fachleute streiten immer noch darüber . . . Gut, wenn man danach geht, weiß auch kein Mensch, ob der Neuseeländer Edmund Hillary tatsächlich der erste Mensch auf dem Everest war. Ein Bild gibts nur von Tenzing Norgay . . . Verbrieft ist jedoch die 4. Gipfelstürmerei am Cho Oyuo. Das war der gute Reinhold M. aus Südtirol, der 1983 - hinlänglich - bewiesen, das lange Schneebrett erreichte. Nach allen möglichen Berichten, die ich gelesen habe ist der Cho Oyuo kein besonders leicht zu besteigender Berg.



Irgendwann unterbrechen wir die Fahrt nicht weiter und die Straße zweigt nach Nordwesten ab, Richtung Darchen. Die Wolken geben den Berggipfel einfach nicht frei. So ist das mit der Natur. Man kann nicht immer Glück haben, auch der Fotograf nicht. Immerhin haben wir den Mount Everest in der Morgendämmerung gesehen und 2024 durften wir die beiden Achtausender Annapurna und Dhawlagiri nahezu wolkenlos in Nepal genießen . . .


Dhawlagiri, Nepal 2024


Annapurna, Nepal - 2024


Annapurna, Nepal - 2024


Und dann ist Kunchok plötzlich ganz aufgeregt und lässt den Fahrer erneut anhalten, denn er muss wohl im Spiegel gesehen haben, dass der langezogene Gipfel des Cho Oyuo nun wolkenfrei ist . . . Lieber Leser, was auf dem Bild nicht so richtig zu erahnen ist, sind die Dimensionen der Weite der Ebene und die unglaubliche Höhe, mit der Berg dieses Steppenland überragt. Faszinierend und prägend zugleich. Diese Eindrücke prägen unsere Überlandtour entlang des Hohen Himlayas in hohem Maße. Wunder über Wunder des Orients!



Wir über nachten nicht in Saga, sondern in Zhongba, was noch einmal gut 120 Kilometer westlich von Saga liegt. Kunchok will so nah, wie möglich an die Darchen "rankommen", weil dort wohl touristisch in diesem Jahr die Hölle los sein muss. Also schlafen wir in einem recht neuen chinesischen Hotel. Tief, traumlos und natürlich dope ich mich an der Sauerstoffmaschine. Die Strecke von Zhongba nach Darchen ist nicht mehr so pektakulär, wie die Aussicht vom Everest nach Tingri und Zhongba, wo wir natürlich immer die Eisriesen im Visier hatten. Vielleicht liegt es auch an




dem nieselnden Regen, der das Land mit einem gräulichen Schleier überzieht. Auf den letzten 200 Kilometern vor Darchen passieren wir immer wieder Pässe, die gut 5000 Meter hoch sind. Khatas flattern im Wind, die Gebetsfahnen sind schon weithin sichtbar, wie einzelne Kontrastpunkte in Gemälden von Seurat. An manchem Pass ist die Dichte der Gebetsfahnen so hoch, dass man sicht unwillkürlich fragt, ob nun ein gefährliches Stück Straße folgt. Doch die Straße nach Darchen ist gut ausgebaut und so kitzelt unser Ten Fan die letzten 100 Sachen aus dem neuen chinesischen Sprinternachbau. Lange wussten wir den Namen unseres Fahrers nicht. Er heißt Ten Fan, so




Kunchoks Info. Ob das richtig geschrieben ist, weiß ich nicht. Aber unser Ten Fan singt immer mit. Tagtäglich hat er chinesische Mucke und Kapellen laufen, die fast alle Pop- und Rockhits des Westens und Europas der vergangenen Jahrzehnte kopiert haben. Dazu singt er beherzt mit. Was soll ich sagen? Irgendwie süß und auch sehr menschlich. Ansonsten spricht er nur chinesisch und kein Wort Englisch, sodass wir eigentlich nur über Gesten mit ihm



kommunizieren können. Als wir gegen Mittag Darchen erreichen, liegen die Regenwolken so tief am Himmel, dass man den Mount Kailash nicht mal sehen kann. Zunächst müssen wir aber durch das Sicherheitsnadelöhr, denn die Stadt kann niemand betreten, geschweige denn einfach hineinfahren, ohne Kontrolle und Legitimation. Vor uns und hinter uns stauen sich die Fahrzeuge. Die Rallye zum heiligen Berg der Buddhisten hat begonnen, denn schließlich ist es das Jahr des Feuerpferdes. Bonne nuit folks!


bottom of page