Auf der 318 . . .
- Ingo

- vor 1 Tag
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 8 Stunden
Depesche 05 - 26. Juli 2026
Von Shigatse zum Mount Everest
5200 Meter über NN

Stunde um Stunde treibt unser Fahrer sein Gefährt über steile und kruvige Bergstraßen. Manchmal sind die Täler so eng, dass der Eindruck entsteht, man müsse förmlich nur seine Hand aus dem Fenster strecken, um die schroffen grün-braunen Felsformationen zu berühren. Die verschneiten Spitzen der Berge liegen tief in kulmulierenden Wolkengebilden verborgen und deuten uns nur an, wie wenig wichtig wir in diesem Universum überhaupt sind. Dann wieder öffnen sich die Berghänge, treten zurück und die Straße wird zu einem dünnen Asphaltband in einer kaum vorstellbaren Weite. Ich mag das. Ich mag das sehr. Zurück gelehnt in dem komfortablen Sitz durchfliegen wir Höhen und Tiefen, passieren Schluchten, breite Wasserläufe, die sich angesichts der Monsoonzeit mit Wasser zu füllen beginnen. Dörfer scheinen vorbeizufliegen und weiter geht es, wieder hinein in die Einsamkeit einer unendlichen Weite. Mancher würde sagen, „hier ist ja Nichts!“, doch mich fasziniert dieses Land und seine Dimensionen. Wer hier nicht loslassen kann, dem ist nicht zu helfen. Der Horizont hat eine fast mantrische Wirkung auf mich und meine Gedanken, die genauso fliegen, wie unser Fahrzeug. Die Details dieser Landschaft ist einerseits scheinbar immer ähnlich, doch andererseits ist dieses Land in jeder Hinsicht auch grundverschieden. Der gestresste Geist des


Bleichgesichts, möchte dieser Weite einen Rahmen geben, Grenzen setzen, um das verstehbar zu machen, was er gerade sieht. Doch diese Weite ist unendlich und nur scheinbar leer. Die Leere, die sich dem Reisenden präsentiert ist natürlich ein visueller Trugschluss. Die Stunden in unserem Bus geben mir Gelegenheit die Weite zu beobachten, sie aufzunehmen und gleichzeitg wieder loszulassen. Bei genauerem Hinsehen ist hier natürlich viel Leben, nur manifestiert es sich eben anders, als bei uns. Wenige Weiße und schwarze Punkte in der Tiefe der Ebene künden von Mensch und Tier in ihrer ureigensten Lebensform. Die weißen Punkte entpuppen sich beim Näherkommen als Jurten der Nomaden, die in den Sommermonaten in den Tälern und Ebenen ihre domestizierten Yaks, Ziegen, Schafe und Kühe versorgen, scheren und schlachten. Eine spezielle „Antilopenart“, wie Kunchok sie bezeichnet und auch wilde Esel, mit einer seltsamen braun-weißen Querzeichnung, kreuzen häufig die schmale 318 . . .



Shigatse war nur ein kurzer stop over, wie man es so schön salopp formuliert. Über Gyantse erreichen wir tags zuvor die zweitgrößte Stadt Tibets und Sitz des Panchen Lamas, des zweithöchsten spirituellen Führers Tibets nach dem Dalai Lama. Eigentlich steht sein Amtssitz, der Tashi Lumpo, auf dem Programm. Doch aus irgend einem Grund ist Kunchok sehr in Eile und vertröstet uns, den Besuch dieses berühmten Klosters auf den Rückweg anzugehen. Mir ist auch nicht klar, warum wir in Gyantse nicht die mandalaförmige Pagode besichtigt haben, wo wir doch direkt daran vorbei kamen. Ab er nun gut, Reisegruppe bleibt Reisegruppe und ich schaue, wie es kommt. Außer Abendessen in einem tibetischen Restaurant, passiert nicht mehr viel, denn für die gut 450 Kilometer haben wir knapp 11 Stunden gebraucht. Alle sind gut durchgerüttelt und ziemlich erschöpft. Das Hotel ist sehr chinesisch, wie in Lhasa etwas in die Jahre gekommen, aber funktional. Ich lasse mir ein Dopinggerät aufs Zimmer stellen, denn das ist nicht im Preis inbegriffen. Aber ich stelle fest, mit Sauerstoff kann ich jeden Tag super genießen, ungeachtet der allgemeinen körperlichen Anstrengungen durch die Höhe. Habe ich keinen Sauerstoff nachts, bin ich am kommenden Morgen so gerädert, das alles eine irre Tortur ist. Also, Reisender kommst du nach Tibet, so nutze den Dopingsauerstoff und du wirst ausgeruht sein. Wie das allerdings am Kailash gehen soll, weiß ich noch nicht. Allerdings hat die Kora um den Berg für mich kaum die Relevanz, die es vermutlich für meine Mitreisenden hat. Aber, wir werden sehen . . .
Ausgeruht, sehr gut chinesisch gefrühstückt, sitzen wir um 08:30 Uhr wieder im Bus und es geht auf die Bahn. Heutiges Ziel ist der Mount Everest, also vielmehr das Base Camp auf der tibetischen Seite. 2024 waren wir ja mit unserer treuen Bergziege in Nepal bis nach Jiri gefahren. In Jiri endet die geteerte Straße. Von dort aus sind es noch 75 Kilometer Luftlinie bis zum Mount Everest. Von Jiri aus gehen nur noch Pilger- und Karawanenpfade ins unmittelbare Everestgebiet. Gefühlsmäßig ist das schon seltsam, dass wir uns jetzt von der tibetischen Seite dem Chomolungma nähern, wie die Tibeter den Mount Everest nennen.

Wir fahren auf der G318, was die offizielle Verwaltungsnummer für den sogenannten Friendship Highway ist, der von Nepal nach Shanghai führt. Der etwa 5.500 Kilometer lange Highway führt im Osten von der Stadtmitte Shanghais, durch 8 chinesische Provinzen westwärts, über Chengdu und Lhasa zur nepalesichen Hauptstadt Kathmandu. Auf dem Weg von Kathmandu nach Jiri sind wir 2024 bereits Teile dieses „Highways“ gefahren. So ein bisschen muss ich innerlich schmunzeln, denn mit dem Begriff „Highway“ , assoziiere ich eher so ein super ausgebautes Stück einer vierspurigen Hightech-Autobahn. Die Straßen im allgemeinen und der Straßenbelag im besonderen sind tausendfach geflickt und eher renovierungsbedürftig. Besonders in Nepal war diese Strecke eher eine Schlaglochpiste mit gelgentlich aspahltierten Abschnitten. Doch hier in Tibet ist der Asphalt meist geschlossen und überwiegend gut erhalten. Doch das Straßenbett hat sich im Laufe der Jahrzehnte gedehnt, gestaucht und gesenkt, was das Befahren eher zu einer zünftigen Hoplerpartie macht. Dennoch mutet der G318 in diesem Teil der Erde einen Kultstatus an, den sonst nur die Route 66 für sich in Anspruch nehmen kann.



Von Shigatse geht es zunächst nach Lhaze, immer auf einer Höhe von 4.200 bis 4.500 Metern. In Chawu gabelt sich die Straße. Nun wird der geneigte Leser denken, „ah, so so, was für eine wichtige Info!“ Was soll ich sagen, wer sich mal die Landkarte von Tibet anschaut, wird feststellen, wie wenig Straßen, vor allen Dingen asphaltierte Straßen es gibt. Wenn sich dann eine Straße teilt, ist das schon so ein bisschen was außergewöhnliches, soviel ist mal sicher. Die G318 führt von Chawu aus südwärts, Richtung Nepal. Das ist unsere Richtung, denn der Mount Everest, oder Chomolungma (tibetisch), oder Sargamatha (nepalesisch) liegt ja nun eigentlich in Nepal. Ein Fakt, den die chinesischen Touristen gerne verdrängen und der von der Obrigkeit auch gerne verdrängt wird . . . Die 318 steigt nun stetig an und gegen Mittag erreichen wir einen weiteren Pass, knapp 5.000 Meter hoch gelegen und gleichzeitig der Übergang in den Chomolungma Nationalpark.




In Shelkar essen wir zu Mittag. Es gibt ein spärliches tibetisch-chinesisches Menü, was genau so aufregend wie die "Stadt" ist. Nun darf man in Tibet nicht kleinlich oder ebsich mit der Nahrungsaufnahme sein. Essen, wenn es was gibt, heißt die Devise. Natürlich hätte ich 20 (in Worten: zwanzig) Snickers dabei. Die sind aber natürlich nicht für den tibetischen Alltag des reisenden Bleichgesischts gedacht, sondern als Zuckerbooster, wenn die Gehirnzelle, die für die Vitalfunktionen zuständig ist, "körperlichen Zusammenbruch" signalisiert. Alles in allem ganz passabel, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob man nicht versehendlich den Sattel des Yaks, anstelle des Yaks gebraten hat, wer weiss das schon?

Kurz hinter Shelkar durchfahren wir ein "Tor", auf dem man stilisierte tibetische Wolken angebracht hat. Scheint wichtig zu sein, die verkehrstechnische Gabelung! Dahinter zweigt tatsächlich die Straße erneut ab und nun geht es Richtung Süden. Doch weit kommen wir nicht. Nach gut 10 Kilometern hält der Fahrer vor einem, sagen wir mal vorsichtig - Super-Checkpoint. Vielleicht hier ein kurzer Exkurs zum Reisen in Tibet. Grundsätzlich werden in Tibet in jeder Provinz permanent die Bewegungen der Menschen und im besonderen der westlichen Touristen geprüft. Dazu hält der Bus an, der Guide nimmt Pässe, Visa und die Reisedokumente des Veranstalters und wir gehen, wie im Kindergarten, hintereinander durch eine Foto- und Videoschleuse. Mütze / Hut ab, Sonnenbrille aus dem Gesicht, in die Kameras (! sind immer mehrere) starren, weiter gehen und raus aus der Schleuse, wieder rein in den Bus. An der Schleuse sitzen 2-3 , meist ziemlich schroffe und unhöfliche Uniformierte und starren auf den Bildschirm. Dort erscheint von jedem Schleusengeher ein Foto. Permanent wird ein neues hinzugefügt. Gleichzeitig läuft in einem anderen Teil des Überwachungsprogramms ultraschnell ein Datenbankabgleich der Gesichtserkennung. Hunderte von Bildern werden dort minütlich abgeglichen. So weiß die chinesische Verwaltung immer, wo sich wer in Tibet bewegt und - natürlich auch, ob er/sie sich noch in erlaubtem Territorium bewegt. Doch dieser Checkpoint ist anders. Rechts und links vom "Schleusengebäude" zieht sich ein massiv stählerner Grenzzaun in die Ebene des Tals hinab und in die Berge hinauf. Unser Guide erklärt, dass wir nur noch 60 Kilometer von der nepalesischen Grenze entfernt sein. Aha, so so! Nun, der geneigte Leser kann sich jetzt selbst seinen Reim auf diesen Super-Checkpoint machen . . .

Dann sind wir wieder im Nirgendwo und die Straße steigt latent an. Außerdem habe ich das Gefühl, dass auch die Gipfel der Berge sich scheinbar höher recken. Am Ende des Tals angekommen, führt die Straße nun wieder in engen Serpentinen die steilen Hänge hinauf. Der Blick zurück in die tiefen Täler fasziniert einfach, was sicherlich noch von dem Licht- und Schattenspiel der ziemlich schnell dahinziehenden Wolken verstärkt wird. Der Pass, der von



5.000 Meter hohen Bergen eingerahmt wird, ist flächenmäßig ziemlich klein und erklärt die etwas rummelige Stimmung. Doch kein Tourist hat ein Auge für die Schönheit dieser ihn unmittelbar umgebenden Bergwelt. Kunchok nimmt uns mit auf den schmalen Grat des gut 5250 Meter hohen Passes, auf dem vielleicht 20 Kleinbusse und ein paar Souvenirbuden Platz haben. Es herrscht dichtes Gedränge, laute Stimmen und das ewige kantternde Flattern der Gebetsfahnen, runden die aufgeregte Stimmung der Menschen um uns herum ab. Vor uns fällt der Berg steil ab und tiefer liegt die 318 in engen Serpentinen an den Hang geschmiegt. Einer sich windenden



Schlange gleich zieht sich das Asphaltband bis tief in die Täler. Doch das ist nicht der Grund, warum wir angehalten haben. Vor uns breitet sich am Horizont der Teil des Himalayas aus, in dem einige der höhsten Berge unserer Erde liegen. Der Mount Everest (8.848 Meter), der Lhotse 1 (8.516 Meter), Lhotse Mittelgipfel (8.414 Metern) und Lhotse 2 (8.383 Meter), der Malaku (8.463 Meter), um nur die Höchsten zu nennen. Leider ist Monsoonzeit und so können wir nicht alle Gipfel selbst sehen, die sich in einer dicken Wolkenbank verstecken. Der Ausblick grandios, keine Frage. Selbst, wenn wir noch knapp 100 Kilometer Luftlinie entfernt sind, kann man sich der Faszination, die von der Höhe und der Massigkeit dieser Berge einfach nicht entziehen.

Auch, wenn wir den Mount Everest schon während unseres Rundfluges mit Buddha Air 2024 schon gesehen habe, verschlägt es mir doch die Sprache, was ich da durch mein Leica-Objektiv sehen kann. Schwere grau-weiße Wolken ziehen um die Spitze, bläulich-braun-schimmernde Gletscherzungen, die vereisten Hänge und der ewige Schnee auf den schroffen Felsgraten erzeugen eine Dramatik, von der ich mich nicht gut losreißen kann. Die Ansicht des Berges verändert sich im Minutentakt. Weiß-graue Wolken zeichnen permanent ein neues Bild des Everest. Die Zahl 8.848 Meter kommt mir in den Sinn. Was für ein Moment. Selbst wenn ich jetzt daran denke bekomme ich noch ein unbestimmtes Ziehen im Genick, so viel ist mal sicher.

Aufgrund der Wolkenlage kann ich die anderen Berge nicht gut lokalisieren. Die Lhotse-Formation liegt - zumindest von uns aus gesehen schräg links hinter dem Everest. Doch die dichte Wolkendeckte gibt uns keine Sicht auf diese Gipfel. Einzig der weiter östlich gelegene - also von uns aus gesehen links - liegend der Malaku (8.463 Meter) gibt zumindest seine Basis frei . . . Was soll ich sagen, dieser Moment ins unbeschreiblich und ehrlicherweise gesagt, auch schwer in Worte zu fassen. Irgendwie ist es ein Wechsebad der Emotionen. Man fühlt sich einerseits gleichermaßen klein, unbedeutend und unwichtig und auf der anderen Seite hat man emotionale Aufwallungen, die einen zu Tränen rühren. Also, mich zumindest. In meinem Kopf fahren die Gedanken Achterbahn, soviel ist mal sicher. Wieder einmal mehr kommen mir unseren Reisen in den Sinn, besonders über die ausgedehnten Schritte, die an den vielfachen Orten unseres Planeten machen durfte und bin unendlich dankbar für diese Momente . . .




Doch Kunchock mahnt zur Eile. Mir ist zunächst nicht ganz klar, warum er so drängt, doch schwere Regentropfe zerplatzen auf meiner Mütze und beim Hochschauen sehe ich, dass der Himmel über uns pechschwarz ist und die tiefhängenden Wolken beabsichtigen genau jetzt über uns abzuregnen. Was soll ich sagen, Wunder über Wunder des Orients.
Die nächsten zwei Stunden regnet es Hunde und Katzen, wie man so schön sagt. Unser kleiner VIP-Bus wird ordentlich durchgeschüttelt und das sintflutartig herab stürzende Regenwasser verlangt von unserem Fahrer sein ganzes Können. Immer noch beseelt bekomme ich wirklich viel von dieser Talfahrt mit. In einem kleinen Ort names Pedruk müssen alle Reisenden, die zum Everest Base Camp wollen, aussteigen, werden eingecheckt und zur Base Camp Anreise in einen Elektrobus verfrachtet. Damit ist sichergestellt, dass kein Fahrzeug einfach so in diese Bergregion fährt. Ich höre auch immer wieder, dass europäische oder allgemein westliche Touristen in Nepal am Annapurna- oder Manaslu-Curcuit auf einen bezahlten Führer verzichten. Was soll ich sagen. Allein in 2025 hat es etwa 5 Tote am Everest gegeben. Vermutlich nicht im Base Camp, sondern ausschließlich oberhalb von 8.000 Metern. Dennoch halte ich es für sinnvoll, dass man sich registriert, bevor man in diese Höhen aufbricht.
Die Wolken hängen immer noch tief, als der Elektrobus surrend aufbricht, um anschließend die Rallye Monte Carlo zu gewinnen. Vergleichbares habe ich mal in Myanmar erlebt, und da sollte man vor der Bergfahrt zum Goldenen Felsen von Kyaiktiyo eine Lebensversicheurng abschließen . . .

Trotz der Gerstenfelder sieht die Landschaft hier aus, wie eine Mondlandschaft, auf der nur noch rudimentärste Vegetation wächst. Das Base Camp liegt auf 5200 Metern Höhe, sodass wir kurz vor Ankunft noch einmal in einen heftigen Regenguss kommen. Doch in einer der letzten Serpentinen hält meine Kamera fest, was mein Auge gar nicht so schnell wahrnehmen kann. Für einen kurzen Moment ist der höchste Berg der Welt nahezu wolkenfrei und liegt in der Sonne vor uns . . .

Doch bei Ankunft im Camp ist das ganze Schauspiel bereits vorbei und schwere Monsoonwolken hüllen das Dach der Welt ein. Wir beziehen zunächst unser "Hotelzimmer", was sich als ein relativ gutes und neues Zimmer in einer Baracke entpuppt. Mit fließend Wasser, aber ohne Toilette. Richard, der im vergangenen Jahr bereits hier war, ist erstaunt, denn diese Behausungen haben damals noch nicht existiert. Die Luft ist so dünn, dass alles beschwerlich ist, keine Frage. Dennoch zieht es mich raus in der Hoffnung noch einen wolkenlosen Moment zu erwischen. So schleichen wir vorbei an dem kleinen Kloster in Richtung Mount Everest. Das Kloster wurde in der Vergangenheit




schwer durch ein Erdbeben beschädigt, sodass dort eine rege Bautätigkeit von Statten geht. Je weiter man in das Tal schleicht, umso weiter "öffnen" sich die Berghänge und geben den Blick auf die Nordwestwand des Everest frei, so denn keine Wolken da sind. Zwischen hunderte von geschichteten Steinmännchen lasse ich mich auf einem flachen Stein nieder und ringe um Atem. Noch ist die Sonne warm genug und bescheint die uns umgebenden Steilhänge. Aber heute hat der große Berg keinerlei Ambitionen mehr, seine Spitze zu zeigen. Die Regenwolken tummeln sich immer so ab 7.5000 Metern, was sich daran erkennen lässt, dass der markant spitze Gipfel des Changtse mit seinen 7.543 Metern, der vor der Nordwand des Everest steht, nur hin und wieder durch die Wolken lugt.


Dennoch ist die Szenerie unfassbar schön. Besonders dramatisch liegt häufig die schroffe Nordwand des Mount Everest im Abendlicht vor uns und am "Fuße" glitzert das schroffe Eis des mächtigen Rongpu Gletschers. Wie lange wir dort gesessen habe, weiß ich nicht mehr. Alles in allem ist der Tag so voller visuellem Input gewesen und auch körperlich so anstrengend, dass ich mehr so aus geistiger und physischer Erschöpfung da so am Fuße des Everest rumgelungert habe, soviel ist mal sicher! Bonne nuit folks!








